Madeira

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Die Insel Madeira umfasst mit einer Länge von 57 km und einer Breite von 22 km eine Fläche von 741 km.

Diese milden Temperaturen und eine mäßige Luftfeuchtigkeit bescheren Madeira ein subtropisches Klima. Auch die Wassertemperatur ist sehr mild, was dem warmen Golfstrom zu verdanken ist.

Durch ihn liegen die Durchschnittstemperaturen im Sommer bei 22°C und im Winter bei 18°C.
 
Geografie

Der Archipel Madeira befindet sich auf der afrikanischen Platte, im Atlantischen Ozean, zwischen dem 30. und 33. nördlichen Breitengrad, fast derselbe Breitengrad wie Casablanca, 978 km südwestlich von Lissabon entfernt, circa 700 km westlich der afrikanischen Küste und 450 km nördlich der Kanarischen Inseln.

Dieser Archipel wird aus der Insel Madeira mit einer Fläche von 740,7 km², Porto Santo mit 42,5 km², den Inseln Desertas mit einer Gesamtfläche ihrer drei unbewohnten Inseln von 14,2 km² und noch aus den Inseln Selvagens, deren unbewohnte drei Inseln und sechzehn kleine unbewohnte Inseln mit einer Fläche von 3,6 km² gebildet. Von den acht Inseln sind nur die zwei größten (Madeira und Porto Santo) bewohnt und zu ihnen gelangt man in erster Linie über den Flughafen von Funchal und über den Flughafen von Porto Santo.

Funchal ist die Hauptstadt der Insel Madeira und hat Zugang zum Meer über einen Hafen mit einem modernen Hafenbahnhof, der sich national als Kreuzschiffhafen, mit einer halben Million Fahrgästen pro Jahr, hervorhebt. Die übrigen Inseln sind Naturschutzgebiete.
Funchal war Jahrhunderte lang die einzige Stadt der autonomen Region Madeira, bis am Ende des 20. Jh. und zu Beginn des nachfolgenden Jahrhunderts fünf weitere Siedlungen zu Städten erklärt wurden: Câmara de Lobos, Caniço, Machico, Santana und Vila Baleira.

Die Insel Madeira besitzt eine sehr gebirgige Orographie. Die höchsten Gipfel sind der Pico Ruivo (1862 m), Pico das Torres (1851 m) und der Pico do Arieiro (1818 m), entsprechend der dritte, vierte und fünfte höchste Punkt Portugals. Die nördliche Küste wird von den hohen Hügeln dominiert und im westlichen Teil der Insel befindet sich eine Hochebene, „Paul da Serra“, mit Höhen zwischen 1300 und 1500 Metern.
 
 
Geologie

Die geologische Geschichte des Archipels von Madeira ist eng mit der Öffnung und Ausdehnung des Atlantischen Ozeans verbunden, ein Prozess, der vor circa 200 Millionen Jahren begann und auch heute noch weiterhin abläuft, mit einer Verschiebungsgeschwindigkeit von 2 cm/Jahr. Der Archipel von Madeira ist ein Beispiel für Vulkanismus durch Plattenverschiebung - Hotspot-Vulkanismus in der ozeanischen Umwelt - der aus zwei Plumes (Lavaauswürfe) aus Quellen im tieferen Erdmantel gespeist wird: eine fand im mittleren Miozän statt, vor circa 14 Millionen Jahre und darauf in Madeira und auf den Ilhas Desertas im höheren Miozän, vor circa 7 Millionen Jahre und eine auf den Ilhas Selvagens im Oligozän, vor circa 28 Millionen Jahre.

Die Insel Madeira erhebt sich über eine riesige Unterwasserhochebene, im Inneren der afrikanischen Platte und bildet ein vulkanisches Massiv mit mehr als 5,5 km Höhe, von der nur 1/3 unter Wasser liegt.

Die Insel entwickelte sich durch aufeinanderfolgende Phasen intensiver vulkanischer Aktivität, getrennt durch Zeiten sehr großer Aktivität und Inaktivität, während dessen sich die Erosion verringerte, aber manchmal waren die Vulkanausbrüche beachtlich. Während der Zeiten intensiver Erosion wurden die Täler ausgegraben und steile Reliefs geformt, die teilweise oder vollständig die vulkanischen Formen zerstörten. da sich die Produkte der Erosion an den unter Wasser liegenden Flanken des großen Vulkans oder im Inneren des Tales ablagerten. Der erneute Aktivität im Laufe der nachfolgenden vulkanischen Epoche führte zur Fossilierung der zertrümmerten Sedimentmaterialien und des Erosionsreliefs. Die letzte Vulkanzeit in der Stratigraphie der Insel Madeira, die bis vor 6000-700 Jahre stattfand, repräsentiert die Erneuerungsphase, gekennzeichnet durch Lavaausbrüche über die bereits eingeschnittene Erosionslandschaft, die die Formen aus dem Stadium davor bedeckte. Man ist der Meinung, dass sich die Insel Madeira immer noch in diesem Evolutionsstadium befindet, in dem die vulkanische Aktivität zeitweise eingeschlafen ist.
 
Wirtschaft

Zurzeit bildet der Tourismus den wirtschaftlichen Hauptmotor und die größte Einnahmequelle der madeirischen Wirtschaft. Im landwirtschaftlichen Sektor ist die Bananenproduktion im Wesentlichen auf den regionalen und nationalen Verbrauch ausgerichtet, die Blumen und der berühmte Madeirawein bilden auch einen wichtigen Beitrag für die regionale Wirtschaft.

Das Bruttoinlandsprodukt der Region Madeira betrug im Jahr 2010 5.224 Millionen Euro, was 3% des nationalen Bruttoinlandsprodukts und ein Wachstum von 1,7% im Vergleich zum Jahr 2009 entspricht. Das BIP pro Kopf der Region beträgt 21,1 Milliarden € und ist damit das zweithöchste nach Lissabon und liegt über dem Durchschnitt in Portugal und der EU27.

Die Handelstätigkeiten repräsentieren 11,9% der Gesamterwerbstätigkeit in der Region und die Tätigkeiten der Unterkunft und im Restaurantgewerbe 12,9%.
Die Gewerbetätigkeit wird in erster Linie von kleinen und mittleren Betrieben dominiert. Zur Textilverarbeitungsindustrie, die 4,2% der Erwerbstätigkeiten repräsentiert, gehören auch Tätigkeiten mit handwerklichem Charakter und auf den Export ausgerichtete Tätigkeiten dazu, wie Stickereien, Teppichwebereien und Herstellung von Weidenartikeln und weitere, die vor allem für den regionalen Markt bestimmt sind, wie Brot, Gebäck, Milchprodukte, Kirschen, Tabak und Wein.
Politisches System

Madeira ist seit 1976 eine autonome Region der portugiesischen Republik, die ein gesetzgebendes Parlament und eine regionale Regierung mit Regierungsorganen hat.

Die autonome Region Madeira ist Bestandteil der Europäischen Union mit dem Status eines Gebiets mit äußerster Randlage im Hoheitsgebiet der Union.

Die gesetzgebende Kammer der autonomen Region Madeira ist das parlamentarische Gesetz- und Aufsichtsorgan, das das höchste Selbstregierungsorgan der autonomen Regionen darstellt. Die gesetzgebende Kammer von Madeira ist ein Einkammerparlament, bestehend aus 47 Abgeordneten. Die Abgeordneten werden für ein 4-jähriges Mandat gewählt und stehen auf Listen, die von den Parteien in einem einzigen Wahlkreis vorgelegt werden. Der Vorsitzende der gesetzgebenden Kammer von Madeira ist o Dr. José Lino Tranquada Gomes.

Am 1. Juli wird der Tag der autonomen Region Madeira und der madeirischen Gemeinschaften, oder einfach gesagt, der Tag Madeiras, gefeiert. Es ist ein Feiertag, der die Autonomie feiert, die Portugal der autonomen Region Madeira in der portugiesischen Verfassung 1976 gewährte.. Der portugiesische Staat wird in der Region durch den Vertreter der Republik für die autonome Region Madeira vertreten, Amt, das von Ireneu Cabral Barreto ausgeübt wird.

Die in der autonomen Region Madeira vertretenen Parteien sind mit den großen Parteien aus dem portugiesischen Politikspektrum verbunden. Die PSD-Madeira war mit 44,36% der Stimmen der Sieger der letzten gesetzgebenden regionalen Wahlen, die am 29. März 2015 durchgeführt wurden. Der Präsident der autonomen Region Madeira ist zurzeit Dr. Miguel Filipe Machado de Albuquerque.
Bevölkerung

Die Autonome Region Madeira hat ungefähr 270 tausend Einwohner und eine Bevölkerungsdichte von 334,5 Einwohner/km².

Obwohl diese Bevölkerungsdichte über den nationalen Durchschnitt liegt, bewohnen 75% der Bevölkerung der Insel Madeira nur 35% des Hoheitsgebiets, überwiegend die Küste. Hier befindet sich auch die Stadt Funchal, Hauptstadt der autonomen Region Madeira, die 45% der Bevölkerung (130.000 Einwohner) mit einer Bevölkerungsdichte von 1.500 Einw./km² besitzt. In dieser Zone befindet sich auch der größte Teil der Hotelanlagen.
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